Hinterbehandlungsbeute (Normbeute 52) – Warum, Wieso, Weshalb

Hinterbehandlungsbeute (Normbeute 52) – Warum, Wieso, Weshalb

Wie schon in älteren Beiträgen geschrieben, habe ich erfreulicherweise die Gelegenheit ein alten Bienenwagen zu restaurieren und wieder in Betrieb zu nehmen.

Derzeit ist der Bienenwagen in einem erbärmlichen Zustand – aber ich werde mich um ihn kümmern – dazu jedoch später mehr.

Jetzt geht es erst mal um die Beuten, die in den Bienenwagen hinein kommen sollen. Im Augenblick sind noch Hinterbehandlungsbeuten(HBB) s.g. Kuntzsch-Beuten verbaut. Da ich jedoch bereits Magazine mit Deutsch-Normal-Maß(DNM) habe und DNM das bei uns gängige Maß ist, werde ich auf Normbeuten 52 umstellen.

“Normbeuten 52” ist der Name einer genormten, in der DDR vorrangig verwendeten, Beutenform. Es ist auch eine Hinterbehandlungsbeute. Wenn man mehr darüber erfahren und erlesen will, kann dies auf folgender sehr gut gemachten Seite tun: http://www.imkerhomepage.de

Da stellt sich natürlich die Frage nach dem Warum. Warum ein scheinbar überaltertes Imkerkonzept verwenden, wenn es verhältnismäßig günstig (ca. 100,- pro Beute) neue Magazinbeuten gibt?!?

Der Grund ist eigentlich ganz einfach – mir gefallen die alten Kisten. Ich finde das System erprobt und ausgereift – es gibt unzählig viel Material. Ich hatte ja als Großstädter nie einen Bezug zur Imkerei – aber wenn ich an Imker gedacht habe, dann waren es ältere Herren die hinter genau solchen Beuten standen.

Liest man in Foren oder bespricht das Thema mit “aktuellen” Imkern, dann hört man häufig, dass die HBBs eigentlich ganz toll waren – man war ganz nah an den Bienen und musste nur die hintere Klappe öffnen, um zu sehen was los ist – aber für heutiges Imkern und heutige Bienenrassen sind die Beuten viel zu klein.

Das stimmt – 1 Brut- und 1 Honigraum sind scheinbar wirklich zu klein, wenn man Imkerei mit seinen ganzen anderen Hobbies und Verpflichtungen betreiben will.

Und genau hier setze ich an. Mein Imkerpaten habe ich darauf angesprochen und er meinte ganz trocken – dann säge doch den Deckel und den Boden von 2 Beuten ab und setz die beiden Kisten aufeinander – das haben wir vor 30 Jahren schon so gemacht.

Sehr coole Idee! Genau so mach ich das. Im Internet habe ich dazu recherchiert und meine bzw. die Idee des Imkerpaten (79 Jahre!) ist wirklich gut!

Letzte Woche habe ich nun insgesamt 8 Beuten für ein recht fairen Preis gekauft und diese abgeholt. Nunja, wie gesagt sollten es 8 Stück werden. Die Maße haben mich dann aber doch überrascht – es passten mit drücken und schieben und quetschen doch nur 6 in mein Auto. Egal, der Verkäufer ist sehr nett, also werde ich gegebener Zeit nochmal hinfahren und die verbleibenden 2 abholen. Es gab noch eine Menge weiteres Material dazu, so dass ich eigentlich ganz gut ausgestattet bin.

Heute habe ich 3 der Beuten gesäubert. Das ist wichtig, damit keine potentiellen Krankheiten übertragen werden. Vor dem Kauf habe ich mich informiert, ob die Beuten in einem Faulbrut-Sperrbezirk stehen – das taten sie Gott sei Dank nicht.

Eine aktuelle Übersicht der Faulbrut-Sperrbezirke kann man auf folgender Seite einsehen:

http://apisnetz.de/fbk.php

Wie ist meine Vorgehensweise beim Säubern:

  • Propolis und Wachsreste innen und außen entfernen
  • Aussaugen
  • Lackreste außen entfernen
  • Ausflammen
  • evtl. mit Ätznatron einpinseln
  • neu Lackieren

Die folgenden Beiträge werden von der Säuberung und Instandsetzung der alten Beuten handeln. Ich werde einen Einblick geben, wie ich die alten Beuten saniere und für ein (langes?) Imkerleben vorbereite.

 

 

 


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