Fazit: Hinterbehandlungsbeuten

Nach einigen Wochen mit meinen Hinterbehandlungsbeuten möchte ich ein kurzes Fazit ziehen.

Ich werde dieses Fazit auch nach und nach erweitern. Anfangs werden sicher eher ideelle Dinge genannt werden, mit der Zeit kristallisieren sich dann reale Vor- und Nachteile heraus.

Begonnen habe ich die Imkerei, wie schon geschrieben, letztes Jahr mit 2 Magazinbeuten. Das Arbeiten damit fiel mir nicht sonderlich schwer und war recht fix erledigt. Einzig das Anheben der Beuten fand ich nicht angenehm. 12 mit Futter gefüllte Waben wiegen halt doch eine ganze Menge.

Dann habe ich die alt bekannten Hinterbehandlungsbeuten (Normbeute 52) gesehen und fand sie reizvoll. Einerseits sah das Bearbeiten nett aus und andererseits hört man immer wieder, dass man dadurch dichter an den Bienen dran ist.

Ja und genau das gefällt mir immer mehr an diesem Hobby bzw. deren Verwendung. Ich kann an mehreren Stellen sehr nah an den Bienen sein, ohne sie zu stören – nur durch beobachten und hier und da eingreifen. Das Arbeiten an und mit den Bienen dauert wirklich länger – aber ich mache die Dinge heute auch bewusster, zielgerichteter und überlegter als letztes Jahr. Mehr und mehr Hintergrundwissen fließt dabei ein – auch wenn es für langjährige Imker noch immer nicht danach aussieht ;-). Die Zeit ist mir beim Arbeiten aber auch nicht so wichtig, da es ja mein Hobby ist.

Das Ziehen der einzelnen Waben geht fix – auch wenn es manchmal mühsam erscheint von hinten nach vorne jede Wabe heraus zu nehmen und zurück zu schieben.

Auch finde ich die Hinterbehandlungsbeuten sehr durchdacht. Früher wusste ich nicht, wofür die vielen Teile, Gitter und Brettchen sind – nun finde ich für fast jedes Teil Verwendung und finde die Teile sehr pfiffig konstruiert. Ein einfaches Beispiel hierfür ist die Futtertasche, die ich von hinten befüllen kann.

Einzig der, durch mein Umbau auf 4 Etagen, entstandene Freiraum zwischen den Rähmchen animiert die Bienen immer wieder zu Wildbau. Konkret meine ich hier den vertikalen Freiraum. Das ist etwas anstrengend. Immer wieder muss ich diesen zerstören um arbeiten zu können. Ab und zu enthält der Wildbau Nektar/Honig und dann tropft es in der Beute und auf die Rähmchen. Das ist dann nicht so toll. Abhilfe soll hier eine Bausperre schaffen, die zwischen die Rähmchen gelegt wird. Sie soll den Freiraum minimieren und somit Wildbau verhindern. Das ist aber sicher ein Projekt für den Winter bzw. für dann, wenn es mich vollends nervt. Bisher geht das noch ganz gut.

Zusammengefasst muss ich sagen, dass ich es nicht bereut habe, meine Völker in den Hinterbehandlungsbeuten einlogiert zu haben. Es macht mir Spaß und bringt keine Nachteile für die Bienen.